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Herzogenaurach, April 30, 2026
PUMA mit solidem Start ins Geschäftsjahr, unterstützt durch den Abbau von Vorräten – Ausblick für das Übergangsjahr 2026 bestätigt
PUMA HQ

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2026

  • Umsatz sinkt 1,0% währungsbereinigt auf € 1.863,8 Millionen; im ersten Quartal hat sich der Abbau von Vorratsbeständen positiv auf den Umsatz ausgewirkt; Umsatzrückgang in Euro um 6,3%
  • Die Rohertragsmarge steigt um 60 Basispunkte auf 47,7% aufgrund der Auflösung von Wertberichtigungen für Vorratsbestände, niedrigerer Frachtkosten und eines vorteilhaften Vertriebskanalmixes
  • Das EBIT steigt aufgrund einer höheren Rohertragsmarge sowie geringerer operativer Aufwendungen (OPEX) um 19,6% auf € 51,9 Millionen, inklusive 
    Einmaleffekte in Höhe von € -12,6 Millionen
  • Die Vorräte fallen um 8,6% auf € 1.898,0 Millionen, hauptsächlich aufgrund eines geringeren Einkaufsvolumens; Abbau der Bestände entwickelt sich besser als geplant und PUMA erwartet eine Normalisierung der Vorräte bis Ende 2026
  • Freier Cashflow von € -201,4 Millionen saisonal bedingt negativ, liegt aber auf Grund effizienterem Working Capital Management deutlich über dem Vorjahreswert 
    (€ -737,6 Millionen) 
  • Die Nettoverschuldung steigt saisonal bedingt auf € 1.357,6 Millionen, flüssige Mittel und verfügbare Kreditlinien von € 1.104,7 Millionen bieten ausreichend finanziellen Spielraum für Investitionen in strategische Prioritäten 

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt

  • Währungsbereinigter Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich 
  • Operatives Ergebnis (EBIT) zwischen € -50 Millionen und € -150 Millionen 
  • Geplante Investitionen (CAPEX) in Höhe von rund € 200 Millionen

 

Arthur Hoeld, Chief Executive Officer der PUMA SE:


„Im ersten Quartal haben unsere Athletinnen und Athleten bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften 21 Medaillen gewonnen und nationale Rekorde beim Berliner Halbmarathon aufgestellt. Außerdem haben wir erfolgreich neue Produkte auf den Markt gebracht, etwa unseren ersten Performance‑Schuh, der speziell für HYROX entwickelt wurde und die Trikots unserer Verbände für die FIFA Fußball‑Weltmeisterschaft.

Operativ sind wir solide in unser Übergangsjahr 2026 gestartet. Wir konnten unsere Lagerbestände schneller als geplant abbauen, haben unser Produktportfolio und operative Ineffizienzen reduziert. Auch bei der Weiterentwicklung unserer Organisation und unseres operativen Modells haben wir Fortschritte gemacht.  

Im verbleibenden Jahr werden wir uns weiterhin auf die Verbesserung unserer Vertriebsqualität, unserer Kosten und unseres Cash Managements fokussieren. Damit schaffen wir die Basis für zukünftiges Wachstum.

Wir sind auf einem guten Weg, PUMA als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen“.

Abbau von Vorratsbeständen kompensiert währungsbereinigten Umsatzrückgang teilweise

Im ersten Quartal gingen die währungsbereinigten Umsätze um 1,0% auf € 1.863,8 Millionen zurück (Q1 2025: € 1.989,8 Millionen). Währungseffekte, insbesondere aus dem US‑Dollar, der türkischen Lira und dem argentinischen Peso, wirkten sich negativ aus und führten zu einem Umsatzrückgang in der Berichtswährung Euro von 6,3%. Insgesamt wurde die Umsatzentwicklung durch den Abbau erhöhter Vorratsbestände unterstützt. Dieser Abbau erfolgte vor allem über ausgewählte Großhandelspartner.

In den Vertriebskanälen sank das Großhandelsgeschäft von PUMA währungsbereinigt um 2,8% auf € 1.335,7 Millionen (Q1 2025: € 1.443,3 Millionen), ursächlich hierfür war eine geringere Nachfrage der Handelspartner in der Region EMEA. Das Direct‑to‑Consumer‑Geschäft (DTC) wuchs hingegen währungsbereinigt um 3,8% auf € 528,1 Millionen. Dieser Anstieg war hauptsächlich die Folge eines währungsbereinigten Umsatzwachstums von 5,7% in den eigenen Retail-Stores. Haupttreiber war hier insbesondere der Abverkauf von Vorratsbeständen in eigenen Outlet Stores, unterstützt durch gezielte Verkaufsförderungsmaßnahmen.
Trotz reduzierter Verkaufsförderungsmaßnahmen verzeichneten die Umsätze im E‑Commerce ein leichtes währungsbereinigtes Plus von 0,6%, unterstützt durch zusätzliche E‑Commerce‑Marktplätze in der Region Asien/Pazifik. Der DTC‑Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2026 auf 28,3% (Q1 2025: 27,5%).

Betrachtet man die Entwicklung nach Regionen, so sanken die Umsätze in EMEA währungsbereinigt um 10,4% auf € 774,5 Millionen (Q1 2025: € 891,7 Millionen). Der Rückgang war auf eine insgesamt schwächere Nachfrage in EMEA und niedrigere Umsätze im Nahen Osten aufgrund der anhaltenden Konflikte zurückzuführen. Zudem entwickelte sich das Großhandelsgeschäft in der Region EMEA zurückhaltend, da PUMA sein Geschäft in Kanälen, die der Marke langfristig nicht zuträglich sind, reduziert hat. 
In der Region Amerika stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 6,1% auf € 655,6 Millionen. Deutliche negative Währungseffekte, insbesondere aus dem US‑Dollar und dem argentinischen Peso, führten jedoch zu einem Umsatzrückgang in der Berichtswährung Euro von 1,8% (Q1 2025: € 667,6 Millionen).   
Lateinamerika, gestützt durch eine insgesamt verbesserte Nachfrage, verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 10,5%, während die Umsätze in Nordamerika währungsbereinigt um 2,3 % zulegten. Der Abbau von Vorratsbeständen wirkte sich in beiden Regionen positiv aus und konnte die Effekte aus der Reduzierung des Geschäfts mit Großflächenhändlern im US‑Markt mehr als ausgleichen. Die Umsätze in Asien/Pazifik stiegen währungsbereinigt um 7,9% auf € 433,8 Millionen (Q1 2025: € 430,5 Millionen) und profitierten ebenfalls vom Abverkauf erhöhter Vorratsbestände. Die positive Entwicklung in Großchina mit einem währungsbereinigten Wachstum von 9,0% war vor allem auf ein starkes DTC‑Wachstum sowohl in den eigenen Retail-Stores als auch im E‑Commerce zurückzuführen. Zusätzlich trugen eine sehr gute Entwicklung rund um das chinesische Neujahrsfest sowie eine anhaltend hohe Nachfrage nach Low‑Profile‑Modellen, insbesondere der Speedcat‑Familie, zur positiven Umsatzentwicklung bei. Der übrige Teil der Region Asien/Pazifik verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 7,4%, unterstützt durch den Erfolg von Low‑Profile‑Modellen sowie eine starke DTC‑Performance in Südostasien.

Innerhalb der Produktbereiche gingen die Umsätze im Segment Schuhe währungsbereinigt um 2,3% auf € 1.089,6 Millionen zurück (Q1 2025: € 1.186,0 Millionen). Running und Training verzeichneten jedoch ein starkes Wachstum, was vor allem auf den Erfolg von NITRO™‑Produkten und dem rasanten Wachstum des HYROX‑Produktangebots zurückzuführen war. Die Umsätze im Bereich Textilien stiegen währungsbereinigt um 0,9% auf € 546,3 Millionen (Q1 2025: € 568,8 Millionen). Neben den Kategorien Golf und Training zeigte auch Fußball eine robuste Entwicklung, unterstützt durch den Verkauf von Trikots der elf PUMA-Verbände – darunter Portugal – die sich für die anstehende FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert haben. Die Umsätze in den Bereichen Core, Sportstyle und Kids blieben jedoch unter dem Vorjahresniveau.
Die Umsätze im Produktbereich Accessoires waren mit € 227,9 Millionen weitgehend stabil (Q1 2025: € 235,0 Millionen). Die Kategorie Golf verzeichnete eine positive Umsatzentwicklung.

EBIT profitiert von höherer Rohertragsmarge und niedrigerer OPEX 

Die Rohertragsmarge erhöhte sich um 60 Basispunkte auf 47,7% (Q1 2025: 47,1%). Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Auflösung von Wertberichtigungen für Vorratsbestände, niedrigere Frachtkosten sowie einen höheren DTC‑Anteil. Verkaufsförderungsmaßnahmen im Großhandel, Produkt- und Regionenmix sowie Währungseffekte hatten einen negativen Effekt.

Die Lizenz- und Provisionserträge stiegen um 13,0% auf € 23,9 Millionen (Q1 2025: € 21,2 Millionen), hauptsächlich bedingt durch eine stärkere Entwicklung des Formel‑1‑Geschäfts, auch aufgrund eines zusätzlichen Rennens im Vergleich zum ersten Quartal 2025.

Die operativen Aufwendungen (OPEX), bereinigt um Einmaleffekte, sanken um 5,5% auf € 848,5 Millionen (Q1 2025: € 897,9 Millionen). Diese Entwicklung war auf positive Effekte aus dem Kosteneffizienzprogramm sowie auf vorteilhafte Währungseffekte zurückzuführen, die die höheren Kosten im DTC‑Geschäft mehr als kompensierten. Die Marketingaufwendungen lagen sowohl absolut als auch relativ zum Umsatz unter dem Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf Timing‑Effekte bei Ausgaben für Kampagnen und Partnerschaften zurückzuführen war. Da der Rückgang der OPEX weniger stark ausfiel als der Umsatzrückgang, erhöhte sich die bereinigte OPEX‑Quote von 45,1% auf 45,5% im ersten Quartal 2026.

Das bereinigte EBIT, ohne Einmaleffekte, stieg auf € 64,4 Millionen (Q1 2025: € 61,3 Millionen), aufgrund einer höheren Rohertragsmarge und niedrigerer operativer Aufwendungen. PUMA verbuchte Einmaleffekte in Höhe von € -12,6 Millionen, die überwiegend im Zusammenhang mit Personalaufwendungen aus dem Kosteneffizienzprogramm standen. Infolgedessen erhöhte sich das EBIT auf € 51,9 Millionen, ein Anstieg von 19,6% gegenüber dem Vorjahresquartal 
(Q1 2025: € 43,4 Millionen), was einer EBIT‑Marge von 2,8% entsprach (Q1 2025: 2,2%).

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich auf € ‑15,6 Millionen (Q1 2025: € ‑38,5 Millionen), hauptsächlich aufgrund vorteilhafter Währungseffekte, insbesondere aus dem US‑Dollar und dem mexikanischen Peso. Die Zinsaufwendungen auf Bankverbindlichkeiten lagen leicht über dem Vorjahresniveau. Die Ertragsteuern beliefen sich auf € 9,8 Millionen (Q1 2025: € 3,8 Millionen) und spiegelten das höhere Ergebnis vor Steuern wider. Daraus resultierte eine normalisierte Steuerquote von 27,0% (Q1 2025: 78,2%).

Insgesamt belief sich der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf € 26,5 Millionen (Q1 2025: € 1,1 Millionen). Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei € 0,18 (Q1 2025: € 0,00).

Reduzierung des Working Capital spiegelt Vorratsabbau und geringeres Einkaufsvolumen wider

Das Working Capital sank um 9,7% auf € 1.879,2 Millionen (31. März 2025: € 2.081,6 Millionen). Die Vorräte gingen um 8,6 % auf berichteter Basis und währungsbereinigt um 4,1% auf € 1.898,0 Millionen zurück (31. März 2025: € 2.076,1 Millionen). Der Rückgang war auf ein reduziertes Einkaufsvolumen zurückzuführen und spiegelte die erwarteten niedrigeren Umsätze im laufenden Geschäftsjahr wider. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 20,3% auf € 1.210,2 Millionen (31. März 2025: € 1.517,6 Millionen), hauptsächlich infolge geringerer Umsätze. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um 26,2% auf € 1.058,9 Millionen reduziert (31. März 2025: € 1.434,9 Millionen), was das geringere Einkaufsvolumen im ersten Quartal widerspiegelte.

Freier Cashflow verbessert sich deutlich, bleibt aber saisonal bedingt negativ

Der Freie Cashflow lag bei € -201,4 Millionen und zeigte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Q1 2025: € -737,6 Millionen), unterstützt durch verbessertes Management des Working Capital, einen höheren Gewinn vor Steuern sowie niedrigere Investitionen (CAPEX) von € 29,6 Millionen (Q1 2025: € 51,8 Millionen). Die Investitionen konzentrierten sich auf den DTC-Kanal von PUMA, mit Schwerpunkt auf E-Commerce und digitale Infrastruktur, um die Wettbewerbsfähigkeit von PUMA langfristig zu stärken. 

Nettoverschuldung steigt, aber ausreichend finanzieller Handlungsspielraum vorhanden 

Zum 31. März 2026 beliefen sich die liquiden Mittel auf € 326,2 Millionen, was einem Anstieg von 14,9 % gegenüber dem Vorjahr entsprach (31. März 2025: € 283,9 Millionen).
Darüber hinaus verfügte PUMA über Kreditlinien in Höhe von € 2.462,4 Millionen (31. März 2025: € 1.766,8 Millionen). Die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien beliefen sich auf € 778,5 Millionen, verglichen mit € 498,6 Millionen zum Ende des ersten Quartals 2025.
Die liquiden Mittel sowie die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien stellen einen ausreichenden finanziellen Handlungsspielraum von € 1.104,7 Millionen zur Verfügung, um in strategische Prioritäten zu investieren.
Die Nettoverschuldung zum Ende des ersten Quartals 2026 stieg saisonal bedingt auf € 1.357,6 Millionen an (Q1 2025: € 994,9 Millionen), hauptsächlich infolge höherer Bankverbindlichkeiten zur Unterstützung des operativen Geschäfts und zur Finanzierung des Working Capital.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt 

PUMA geht im Jahr 2026 von anhaltenden geopolitischen sowie makroökonomischen Unsicherheiten aus. Der aktuelle Ausblick berücksichtigt keine potenziellen Auswirkungen, die sich aus den Konflikten im Nahen Osten oder aus der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu US-Zöllen vom 20. Februar 2026 ergeben könnten. PUMA bestätigt seinen Ausblick für das Gesamtjahr, wie er am 26. Februar 2026 veröffentlicht wurde, gestützt durch eine solide Entwicklung zu Jahresbeginn.

Der erwartete währungsbereinigte Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich resultiert überwiegend aus geringeren Umsätzen in Nordamerika infolge von Maßnahmen zur Bereinigung der Vertriebsstruktur, während ein Umsatzwachstum in Lateinamerika und dem Nahen Osten, Afrika & Indien dies nur teilweise kompensieren kann. 

Das Unternehmen prognostiziert ein operatives Ergebnis (EBIT) in der Bandbreite von € -50 Millionen und € -150 Millionen, einschließlich Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem umgesetzten Kosteneffizienzprogramm. PUMA plant für 2026 Investitionen (CAPEX) von rund € 200 Millionen, hauptsächlich in digitale Infrastruktur, DTC-Vertriebskanäle und strategische Projekte zur langfristigen Wettbewerbsstärkung. 

Während das Jahr 2025 von einem strategischen Neustart geprägt war und 2026 als Übergangsjahr gilt, blickt PUMA mit Zuversicht auf die bisher implementierten und für die nähere Zukunft geplanten Maßnahmen. Ab 2027 sollen die Maßnahmen nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Die eingeleiteten Initiativen zielen darauf ab, die Produktivität dauerhaft zu erhöhen und die strategische Ambition des Unternehmens zu unterstützen, sich mittelfristig unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu etablieren.